Fußball

Herren: Wenig Spiele, viel Spannung, der SVL nach der Corona-Pause

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Wie alle Amateurkicker konnten auch die Spieler des SVL das erste Training Anfang Juli kaum erwarten. Demzufolge war die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung unter Neu-Trainer Michael Wegscheider erwartungsgemäß hoch. So konnte man in den insgesamt 6 Vorbereitungsspielen in Ansätzen schon die Handschrift des neuen Trainers erkennen, was unter anderem die positiven Resultate, wie das 1:1 gegen den Kreisklassisten ASV Piding oder den 2:1-Auswärtssieg gegen den höherklassigen TSV Bad Reichenhall, belegen. Jedoch fanden all diese Spiele noch ohne Zuschauer statt. Dementsprechend groß war die Vorfreude, als die Politik nach über zweimonatiger Vorbereitung die Wiederaufnahme des Spielbetriebs – unter Hygienemaßnahmen – erteilte. So fand am 20. September, nach fast einem Jahr, mal wieder ein Ligaspiel im Leobendorfer Waldstadion statt.

1. Mannschaft

Gegner für „die Erste“ war die Mannschaft des BSC Surheim II, die zwar in der unteren Hälfte der Tabelle zu finden ist, sich aber stark verbessert im Vergleich zur Hinrunde präsentierte. So sprang trotz eines guten Beginns vor allem durch die schlechte Chancenverwertung und einer mäßigen 2. Halbzeit nur ein 1:1-Unentschieden heraus. Besser machte man es schon zwei Tage später im neu eingeführten Ligapokal gegen denselben Gegner: Ein spannendes, hart umkämpftes Flutlichtspiel konnte man mit 2:1 für sich entscheiden. Vervollständigt wurde die englische Woche mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer der A-Klasse 6, der DJK Weildorf, die sich allerdings aufgrund des traditionell hohen Zuschaueraufkommens dieses Derbys für ein Geisterspiel entschied. Nach schwacher erster Halbzeit, bei der man mit dem 0:1-Rückstand noch gut bedient war, führte eine Leistungssteigerung in der 2. Hälfte zu einem verdienten Tor und Punktgewinn, mit dem man dem Gegner einen Dämpfer im Aufstiegsrennen verpasste. Eine Woche später folgte der vermutlich beste Auftritt beim Heimspiel gegen den SV Taching am See, den man verdient mit 4:1 besiegte. Das letzte Spiel des Jahres beim SC Weißbach, das aufgrund einer dünnen Personallage und einer prekären Torwartsituation bereits unter schlechten Vorzeichen stand, wurde nach großem Kampf sehr unglücklich mit 2:5 verloren, was in keinem Fall den Spielverlauf wiedergab.

2. Mannschaft

Für die Reserve des SVL war bereits jedes (Liga)-Spiel quasi eine Art Endspiel, da im Abstiegskampf der sehr spannenden B-Klasse 6 nur wenige Punkte zwischen den einzelnen Teams liegen. Somit halfen immer wieder Spieler der 1. Mannschaft und der alten Herren aus, oder es wurden inaktive Spieler reaktiviert. Beim ersten Heimspiel gegen den TSV Bad Reichenhall II geriet die Mannschaft von Trainer Gerhard Enzinger zweimal in Rückstand, zeigte aber eine starke Mentalität und konnte zweimal sehenswert ausgleichen und einen Punkt sichern. Nach einer sportlich unbedeutenden 1:5-Niederlage im Ligapokal gegen die 2.Mannschaft der DJK Weildorf unter der Woche wollte man es 4 Tage später beim Ligaspiel gegen denselben Gegner besser machen. Leider ging das Spiel, das lange Zeit sehr ausgeglichen war, durch ein folgenschweres Eigentor in der Nachspielzeit mit 1:2 verloren. Eine Woche verspätet folgte nun doch der Befreiungsschlag im Abstiegskampf: In einem dramatischen Spiel gegen die Mannschaft der DJK Otting II konnte man sich einen 2:1-Sieg erkämpfen und alle drei Punkte in Leobendorf behalten. Beim nächsten (Auswärts)-Spiel bei der Reserve des FC Bischofwiesen war man bedauerlicherweise  von der dünnen Personalsituation der 1. Mannschaft betroffen. Dazu kamen noch sehr schwierige äußere Bedingungen. Trotz einer ansprechenden Leistung konnte die bittere 1:2-Pleite nicht verhindert werden. Der hervorragende 5:0-Sieg im darauffolgenden Spiel gegen den FC Traunreut lieferte einen schönen, aber ungeplanten Jahresabschluss.

Fazit

Wenngleich es mit 5 bzw. 6 Punktspielen nur wenige Partien mit Zuschauerbeteiligung gab, waren in nahezu jedem dieser Spiele Spannung und Tore garantiert. Auch wenn „die Erste“ wohl nicht mehr in den Aufstiegskampf eingreifen kann, gab es kein Spiel, das emotionslos oder mitreißend vonstatten ging. Bei der Reserve, die den Klassenerhalt weiterhin in der eigenen Hand hat, war diese Spannung allein schon durch die Tabellenkonstellation gegeben.

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